Gewerkschaften bestätigen: AfD ist keine Partei der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

Janina Böttger, Hendrik Lange

Die Vorsitzenden der Linken in Sachsen-Anhalt, Janina Böttger und Hendrik Lange, begrüßen die klare Haltung der Gewerkschaften zur AfD und ihrem Wahlprogramm ausdrücklich.

„Die Warnung der Gewerkschaften vor dem AfD-Programm macht deutlich, was viele Beschäftigte in Sachsen-Anhalt längst spüren: Die AfD hat keine Antworten auf die realen Probleme im Arbeitsalltag“, erklärt Hendrik Lange. „Wenn DGB, Verdi, GEW und IG Metall gemeinsam feststellen, dass 150 Seiten AfD-Programm mit den Interessen der abhängig Beschäftigten ‚herzlich wenig‘ zu tun haben, dann sollte das alle zum Nachdenken bringen, besonders aber diejenigen, die in der AfD noch immer eine ‚normale‘ Partei sehen und ihr eine Chance geben wollen.“

Die AfD gibt vor, die Stimme der kleinen Leute zu sein. In Wirklichkeit fehlt in ihrem Programm jede substanzielle Antwort auf die drängenden Fragen der Arbeitswelt: Wie gelingt die soziale Absicherung in der industriellen Transformation? Wie schützen wir Tarifverträge und Mitbestimmungsrechte? Wie sichern wir gute Löhne und faire Arbeitsbedingungen? Stattdessen bedient die AfD Nostalgie und Ressentiments. Das hilft keinem Beschäftigten in der Chemie-Industrie, keiner Erzieherin und keiner Pflegekraft.

Janina Böttger ergänzt: „Das Ausbleiben einer ‚rechten Welle‘ bei den Betriebsratswahlen zeigt: Wenn Beschäftigte über konkrete Arbeitsbedingungen abstimmen, wählen sie Interessenvertretung statt Populismus. Wir fordern alle Wählerinnen und Wähler auf, diesen Maßstab auch am 6. September anzulegen. Die Linke steht für eine aktive Transformationspolitik, die Arbeitsplätze schützt, Mitbestimmung stärkt und niemanden zurücklässt. Dafür braucht es eine starke Linke im Landtag.“